Schlag auf Schlag ohne Pause! Eine grölende Masse springt vor der Bühne und obendrauf steht Eugene Hütz. Er ist Kopf und Sänger von Gogol Bordello. Am 02. Juni brachten sie den Docks Club in Hamburg zum Überkochen. Nach gut zwei Stunden Gypsy-Punk waren auch die Fans gar.
Der Docks Club liegt im Herzen der Reeperbahn. Am Spielbudenplatz zeigen große Letter auf den Eingang des Konzertsaals. Am Mittwoch dem 02.06. kamen Gogol Bordello nach Hamburg. Einlass war 19:30 Uhr – doch auch eine Stunde danach, entspannte sich ein Großteil der Besucher noch vor den Türen. Währendessen spielte die Vorband „Mariachi El Bronx“ und hielt die Leute bei Laune. Das war genau der richtige Zeitpunkt, um sich gemütlich ein Bier zu holen und die vorderen Plätze zu belegen. Die Stimmung war entspannt und die Vorfreude auf Gogol Bordell lag förmlich in der Luft. Doch der Feuchtigkeitsgehalt sollte in den nächsten Stunden massiv ansteigen…

Gogol Bordello bringt Hamburg zum Schwitzen
Punkt 21:30 Uhr kamen die Bandmitglieder einer nach dem anderen auf die Bühne. Zuletzt sprang Sänger Eugene Hütz mit seiner Gitarre hervor. In bekannter osteuropäischer Manier stimmte er einen noch etwas langsamen Song an. Das Publikum durchzuckte eine rhythmische Bewegung. Schlagzeug und Percussions sorgten für den richtigen Groove - Geige, Akkordeon und Gitarre für die passende Melodie. Als danach die 2007er Single „Wonderlust King“ angestimmte wurde, geriet auch der letzte Konzertbesucher außer Kontrolle. Ob jung ob alt, ob Grufti oder Punk-Rock-Girl – alle stampften den Beat unweigerlich mit und tanzten was das Zeug hielt.
"Die Jungs von Scooter können sich warm einpacken, was die BPM-Zahl von Gogol Bordello’s Liedern betrifft" hörte ich mich sagen. Die Band war nicht mehr zu halten – die Besucher auch nicht. Ein Durchkommen zu den hinteren Plätzen war ohne Probleme möglich. Doch wollte man wieder zurück oder etwa zur Theke, um die verlorene Flüssigkeit aufzutanken, galt das schon als kleine Herausforderung. Die ersten Fans tanzten sich in Trance und wurden nur durch das vermeintliche Ende der Show zurückgeholt. Es folgten zwei Zugaben mit etwas ruhigeren, aber dennoch mitreißenden Songs.

Gogol Bordello: auf der Bühne ordentlich was los
Auch jedes Konzert muss mal zu Ende gehen. Nach der letzten Zugabe war Ruhe. Besucher und Musiker verabschiedeten sich und man zog sich zurück zu einem relaxten After-Show Getränk. Die nächste Bar war gleich um die Ecke – zum Glück. Was bleibt ist ein sanftes Rauschen im Ohr und wunderbar gute Laune. Bis zum Nächsten Mal Gogol Bordello!
Das aktuelle Album heißt "Trans-Continental Hustle". Hier nun eine kleine The-Best-Of von Gogol Bordello mit typischen Ska-, Dub- und Gipsy-Einflüssen:
Fotos: J. Seboek