Eine Reise zurück ins Mittelalter gibt es nicht? Ritter und Ihre Heerscharen an Soldaten sind total out? Met und Spießbraten gibt es auch im Supermarkt? Wenn dem so ist, dann wäre das mittelalterliche Spectaculum 2009 garantiert nicht das richtige Event für dich.
Der weite Weg bis Hamburg Öjendorf

Der Weg von der U-Bahn Station „Merkenstraße“ gen Veranstaltungsgelände ist lang, aber zum Glück auch gut ausgeschildert. Überall hingen große, gelbe Hinweise mit einem Pfeil darauf. Nach gut 20 Minuten Fußmarsch eröffnete sich dem "wandernden Fußvolk" das Eingangstor zum Mittelalterlichen Phantasie Spectaculum. Hier waren 4 Kassen aufgebaut und wie auch letztes Jahr, strömten alle Besucher zu der Vordersten, ohne sich gleichmäßig an alle noch vorhandenen Ticketverkaufstände zu verteilen. Der Eintritt kostete 15 Euro und bot laut Flyer viele Mittelalterstände, einen Pest-Umzug und zwei Ritterturniere – dazu noch ein Bühnenprogramm mit Live-Musik.
Nach 5 Meter hinter dem Einlass wurde der Besucher von zwei freundlichen Musikern begrüßt. Björn, der Eine der beiden, spielte auf seiner doch leicht verstimmten Laute und machte den musikalischen Anfang für einen großartigen Tag.
Essen, Tanzen, Trinken
Das riesige Gelände war dicht neben dem Öjendorfer See gelegen. Es bestand aus mittelalterlichen Lagern. Zwischendrin gab es Stände, die handwerklich hergestellte Dinge, wie Schmuck, Kleider, Ringe und Waffen verkauften. Dazu kamen noch eine Menge Zelte und Buden, welche den hungrigen Reisenden verköstigten. Das ging los beim Raubritterbier, Odin Trunk, Met und Wein und hörte auf bei Rostbratwurst, Flammkuchen, Knobibrot, Steaks und Crepes.
Musik gab es natürlich auch. Die drei Bühnen waren auf dem Gelände gut verteilt. Zwei meiner persönlichen Highlights waren zum Einen der Auftritt von „Rapalje“, einer Irish Folk Band aus Holland, und zum Anderen die vielen lodernden Lagerfeuer in den Abendstunden.
Zurück in die Wirklichkeit
Nach gut 8 Stunden „Mittelalter“ und einigen leichten Regenschauern, hieß es dann auch für die Besucher Abschied zu nehmen und bis zum nächsten Spectaculum zu warten. Informieren kann man sich sehr gut im Forum Schwarzes Hamburg.
Fotoquelle: Logo MPS

